21. August 2010

Die Königin im Königsein…..

Gestern um 19 Uhr wurde ich mit einer Kutsche vor meiner Haustür abholt und zum Restaurant KÖNIGSEIN kutschiert. Ich konnte mich bequem zurücklehnen, während Brigitte in die Pedalen treten musste -  vielen Dank! Voraus marschierten vier Tamburen und als Begleitung hatte ich zahlreiche Biker hinter mir! Das war wirklich ein Gefühl, als sei ich die Königin :-)

Beim Restaurant KÖNIGSEIN erwarteten mich noch mehr Leute, ich war wirklich überwältigt, unglaublich!!! (weiterlesen…)


Gratulationen vom Gemeinderat….

als es gestern an der Haustür läutete, war ich doch ziemlich überrascht als Peter Forster als Vertretung des Gemeinderates vor der Tür stand und mir mit einem Blumenstrauss und einem Couvert Glückwünsche des Gemeinderates überbrachte.

Leider musste sich der Gemeinderat für den Empfang am Abend abmelden, schade.

Trotzdem vielen Dank für die Gratulationen und das Präsent.


16. August 2010

kleiner Beitrag auf Telebärn und drs 1

http://www.kyte.tv/ch/telebaern/eiger-bike-challenge-in-sintflut/p=s&c=84713&s=1001468&l=2047

http://www.drs.ch/lib/player/radio.php?audiourl=rtsp%3A%2F%2Fa29.v23910e.c23910.g.vr.akamaistream.net%2Fondemand%2F7%2F29%2F23910%2F4c6810bb%2Faudio.drs.ch%2FRegionaljournale%2FAarau%2F2010%2F08%2F100815_regiagso_abend.mp3&sh=10148281

Das Interview beginnt nach ca. 10 Minuten. Viel Spass beim Zuhören.


15. August 2010

Mein erster Einsatz mit dem Weltmeistertricot….

Am Samstag wurde mir von Mario Zimmermann das neue Weltmeistertricot offiziell überreicht, zudem gratulierte mir der OK Präsi vom Eigerbike und überreichte mir ein kleines Präsent in Form eines Steinmannli. Auch vom Team wurde ich noch beschenkt mit einer riesen Bündnernusstorte.

All diesen Spender ein herzliches Dankeschön!!

Am Sonntag konnte ich nun meine neuen Kleider tragen, schade nur dass das Wetter nicht so toll werden würde. So hoffte ich, dass das Wetter besser werden würde.

Die ganze Nacht hindurch regnete es und auch am Morgen regnete es noch. So ging ich mit meinem neuen weissen Tricot und Hose an den Start.

Es ging gleich ziemlich schnell los, wie jedes Jahr und ich kam auch ganz gut mit. Den grössten Teil des ersten Aufstiegs auf die grosse Scheidegg, fuhr ich mit Erika zusammen, doch dann musste ich doch abreissen lassen, sie war mir einfach einen Dic zu schnell. Ich hoffe sie dann im Downhill wieder aufholen zu können. Als ich endlich auf der grossen Scheidegg ankam, regnete es immer noch und ein kalter Wind ging. Beim Downhill Richtung First war es dann bitter kalt, sodass ich mich entschloss kurz stoppen und meine Regenjacke anzuziehen. Nun war es ein bisschen besser, aber immer noch kalt, zum Glück ging es immer wieder etwas bergauf.

Als ich dann auf dem First war, ging es in die erste schwierige Abfahrt, viele musste da gehen und ich hoffte es fahren zu können. Und wirklich ich konnte aussereiner grossen Stufe alles fahren, das motivierte mich und ich war zuversichtlich, dass ich wieder zu Erika aufschliessen konnte. Doch dann kam eine etwas schneller Partie und ich bekam so richtig kalt, ich schlotterte nur noch, meine Zähne klapperten ich weiss nicht wann ich das letzte Mal so kalt hatte. Wegen des Schlotterns konnte ich auch nicht wirklich schnell fahren. Meine Arme übersäuerten vor Kälte und ich konnte manchmal nicht mal mehr Schalten. Ich war kurz vor dem Aufgeben, doch ich dachte mit dem Weltmeistertricot kannst du nicht aufgeben, das macht man nicht. So fuhr ich weiter und freute mich immer wieder wenn es wieder berghoch ging, damit ich wenigsten wieder etwas warm bekam. Da dumme war nur, dass es immer eine Weile ging, bis die Muskeln wieder einigermassen warm waren, damit ich auch einigermassen schnell den Berg hoch kam. Dann endlich kam ich zum Bort, dieses Jahr schien der Anstieg noch steiler zu sein ;-)

Auf dem Bort hatte ich zum ersten Mal seit der grossen Scheidegg wieder warm und weiter gings in die nächste Abfahrt mit auf und ab’s zurück nach Grindelwald. Doch dann hiess es noch auf die kleine Scheidegg hinauf zu fahren, heute wäre ich liebend gern in Grund rechts abgebogen und ins Ziel gefahren.

Als ich bei Erich vorbei fuhr, meinte ich, dass ich ja nun nichts mehr zu ausrichten könnte, da der Abstand nach vorne bestimmt schon zu gross war um Erika noch einzuholen. Erich meinte, fünf Minuten das liegt noch alles drin. Ich war mir da nicht so sicher, also fuhr ich weiter und versuchte eine gute Pace zu fahren. Doch vor lauter Dreck zickte meine Schaltung etwas, was sehr mühsam war da die Gänge immer wieder sprangen. Auf welche Seite musste ich diese verflixte Schraube drehen, ich wusste es mal wieder nicht !!! So regte ich mich über die Schaltung auf, anstatt dass ich meine Kräfte für’s treten brauchte. So fuhr ich weiter, ich musste mich immer wieder motivieren, weiter zu kämpfen! Any way irgend wann erreicht ich die kleine Scheidegg, der Speaker teilte mit, dass ich nicht weit hinter der Führenden sei und so dachte ich gib nochmals alles vielleicht…. Wer weiss?

Die Gegenanstiege setzten mir dann aber doch noch mächtig zu, auch wusste ich nicht wirklich ob ich aufgeholt hatte oder nicht. Schliesslich war ich wieder in Grindelwald Grund nur noch 1 Kilometer bis zum Ziel. Ich musste noch die Gleise überqueren, doch ausgerechnet jetzt kam die Jungfraubahn angekrochen. Ich wurde aufgehalten und musste warten. Naja nichts zu machen, obwohl ich längst noch über die Gleise gekommen wäre. So wartete ich eine ganze Weile bis ich endlich passieren konnte. Der Streckenposten meinte er würde die zweite dann auch so lange stoppen, wie ich nun warten musste, das dumme war nur, dass ich die zweite war und Erika nun sicher im Ziel war!!

Schliesslich kam ich mit 2 Minuten und 38 Sekunden Verspätung ins Ziel. Somit fuhren wir heute einen Doppelsieg für das Wheeler iXS Pro Team ein.

Da Anita Steiner aufgegeben hatte, konnte ich die Gesamtführung wieder übernehmen.

Gratulieren möchte ich auch noch den anderen Fahrer aus Küttigen für ihre guten Leistungen bei diesen widerlichen Wetterbedingungen. Ich freue mich mit euch anzustossen :-)

So nun geht es nach Hause und ich versuche meine neuen Hosen wieder weiss zu kriegen. Vielleicht hat mir ja jemand einen guten Tipp, wie ich sie wieder schön weiss bringe, bin gespannt auf taugliche Vorschläge!!

So nun wünsche ich euch eine guten Start in die neue Woche. eure Esther


13. August 2010

danke!!!!

 

Schon fast eine Woche ist vorbei, seit dem Gewinn meines Weltmeistertitels auf der Marathonstrecke!! Die Emotionen sind immer noch sehr stark und jedes Mal wenn ich mein Meistertricot und die Medallie anschaue, spielen sich Sequenzen des Rennen in meinen Gedanken ab…..

Ich freute mich auch über all eure Gratulationen und Wünsche via Eintrag auf meiner Homepage, SMS, Facebook oder persönliche Gespräche. Es ist für mich mega schön, diese Momente mit Freunden zu teilen.

So möchte ich mich bei allen bedanken, die sich mit mir so über diesen riesen Erfolg freuen!! DANKE!!

Darum möchte ich alle die Lust und Zeit haben am Freitag 20.8.2010 ab 19 Uhr zum  Apéro im Königsein in Küttigen einladen um mit mir anzustossen und einige Worte zu wechseln.

Danke meinen Bikefreunden und Marcel vom Königsein für die Organisation!

(F0t0: M.Platter)


9. August 2010

endlich …. ich bin Weltmeisterin!!!

Kurzer Beschrieb der Strecke: die Strecke des WM Marathons war in zwei Runden aufgeteilt. Die erste Runde war 52 Kilometer und 1100 Höhenmeter, das meiste auf breiten Schotterstrassen. Die zweiter Runde war mit 55 Kilometer und ca. 1400 Höhenmeter, etwas länger und harter zu fahren.

Obwohl ich mir Teile der Strecke angeschaut hatte, konnte ich sie mir doch nicht merken, denn es sieht auf der ganzen Strecke immer wieder gleich aus, und es hat so viele Ecken und Richtungsände-rungen, dass es schier unmöglich ist, sich zu orientieren.

Ich bin ja meistens nervös, vor dem Start, doch heute wäre ich am liebsten wieder unter die Decke gekrochen als der Wecker ging, ich fühlte mich nicht wirklich so toll, so war ich dann auch froh, als um 9.00 Uhr endlich der Startschuss fiel, doch als ich mich einklicken wollte, bin ich prompt vom Pedal gerutscht, naja fängt ja schon gut an, dachte ich mir. (weiterlesen…)


1. August 2010

sechste zum dritten….

Nachdem wir direkt nach dem WC in Champéry nach Dimaro gefahren sind, mit einem Zwischenstopp am Ortasee, wo wir eine kleine Tour gemacht haben, kannte ich die Strecke recht gut.

Die Strecke änderte sich aber fast von Runde zu Runde.

Nachdem ich am Donnerstag Ruhetag gemacht hatte, das Wetter war ziemlich sch….. ging ich am Freitag nochmals auf die Strecke, die wieder ganz anders aussah, vor allem kamen Steine und Wurzeln zum Vorschein, die vorher noch gar nicht da waren.

Am Samstag dann das Rennen, ich freute mich auf das Rennen, den die vielen Anstiege sollten mir eigentlich entgegenkommen.

Ich startet aus der ersten Reihe, doch hatte ich keinen guten Start, und kam erst als 16 nach der Startrunde durchs Ziel. Doch bereits in der ersten Runde arbeitete ich mich auf Rang 5 nach vorne, zusammen mit Kalentieva, Wloszczowska, Nash und Compton in einer Gruppe auf der Verfolgung von Pendrel und Gould. Ich merkte aber schon bald, dass meine Beine nicht ganz so gut waren, wie ich es mir erhofft hatte. Ich versuchte mich in dieser Gruppe zu halten, was mir auch noch gelang, ich konnte eine ganze Runde mit Kalentieva fahren, das war super, denn sie fuhr wirklich eine gute Linie und ich konnte ihr folgen, doch dann in der zweit letzten Runden von vier erhöhte sie die Kadenz und ich musste sie ziehen lassen , auch Compton, die von hinten angefahren kam fuhr wie ein Schnellzug vorbei. Ich dachte mir fahr deinen Rhythmus und gib dein Bestes, vielleicht kannst du dich ja noch etwas erholen.

Irgendwann konnte ich dann noch Gould überholen, die von der Spitze zurückgefallen war. Das motivierte mich nochmals, und ich wollte unbedingt noch auf den fünften Platz vorfahren, doch es gelang mir einfach nicht, schade.

Als sechste fuhr ich schliesslich nach einem sehr kurzen Rennen ins Ziel und war damit einmal mehr beste Schweizerin.

Klar hatte ich mir etwas mehr erhofft, doch ich war ein gutes Rennen gefahren, andere waren heute einfach stärker.

So machten wir uns schliesslich nach einem feinen Essen auf Richtung Heimat, wobei wir nur bis nach St. Moritz fuhren, wo wir noch einmal übernachteten.

Da der Sonntag sich dann von seiner besten Seite zeigte, entschlossen wir uns noch eine Tour zu machen. Zusammen mit Urs, Jannis, Fabienne, Markus und Erich ging es mir der Bahn bis zur Corvilla wo wir dann noch bis zum Pass Suvretta hochfuhren, immer schön gemütlich, danach gings auf schönen Trails hinunter ins Val Bever. Nach einem gemütlichen Halt zurück über Samedan und den Stazer Wald auf den Zeltplatz.

Jetzt mussten wir endgültig nach Hause fahren, obwohl wir es gerne noch etwas herausgezögert hätten.

Ich möchte allen nochmals Danken für diese tolle Woche, die wir hatten. Es war wirklich gemütlich mit euch.

So nun wünsche ich allen noch einen schöne ersten August und dann eine guten Start in die neue Woche. Eure Esther


28. Juli 2010

WC in Champéry….

Nach Champéry sind wir gleich weiter gefahren Richtung Italien und so konnte ich leider nicht früher ins Internet, doch nun könnt ihr den Bericht endlich lesen.Viel Spass.

Da ich von den anderen, die den Racercup gefahren sein wusste, dass die Strecke technisch schwer ist, entschloss ich mich bereits am Mittwoch nach Champéry anzureisen, damit ich genug Zeit hatte um mir die Strecke anzuschauen.

Als ich am Mittwoch im späteren Nachmittag ankam, ging ich gleich mal auf die Strecke. Mit Katrin fuhr ich dann auch gleich mal zwei Runden. Es gab da schon die eine oder andere Stelle, die ich mir noch genauer anschauen wollte, doch für das hatte ich ja am nächsten Tag noch Zeit. Heute wollte ich mir nur mal einen ersten Eindruck von der Strecke holen.

Am Donnerstag übte ich dann auf der Strecke, sodass ich ausser dem Sprung eigentlich alles fahren konnte, das stimmte mich doch recht zuversichtlich auf das Rennen am Sonntag.

Doch dann kam es ganz andres. Am Freitag schüttete es wie aus Kübeln und durchweichte die Strecke so richtig, zum Glück hatte ich Ruhetag und musste nicht aufs Bike. Mit Jassen und Arbeiten für die Schule vertrieb ich mir die Zeit.

Am Samstag war das Wetter dann etwas besser und es regnete nur zwischendurch mal ein bisschen, doch die Strecke hatte sich in eine richtige Schlammschlacht verwandelt. Es war mega anstrengend zu fahren, sodass ich nach zwei Runden genug hatte und die Kräfte für das Rennen sparen wollte.

Am Samstagabend kamen dann auch noch Erich, Fabienne, Markus und meine Eltern nach Champéry.

Der Sonntag zeigte sich dann wieder etwas schöner und als ich Start hatte schien sogar die Sonne.

Gleich am Start musste ich schnell los, damit ich mich gut einreihen konnte. Denn in den vielen Singletrails würde es schwierig werden zu überholen.

Ich reihte mich ganz gut ein und konnte sogar in der ersten Abfahrt, nach dem steilen Aufstieg noch drei Fahrerinnenüberholen, da diese Fahrfehler machten und ich dann an ihnen vorbei fahren konnte.

So fuhr ich nach der Startrunde als 10 durch das Ziel und kam ganz gut voran. Beim Sprung musste ich, wie schon erwähnt, die Chickenline nehmen :-/, die viel mehr Zeit brauchte und auch bei der nächsten steilen Abfahrt hatte ich heute nicht den Mut runter zu fahren, obwohl ich es im Training gemacht hatte. In diesen beiden Passagen verlor ich dann jeweils etwas Zeit, dich ich wieder aufholen musste, doch einen Sturz wollte ich nicht riskieren.

Weiter ging es über Stock und Stein, mal besser, mal weniger gut. Einige Passage fuhr ich ganz gut andere wollte mir einfach nicht gelingen, ich war heute einfach nicht mutig genug.

So ging ich dann schliesslich als sechste auf die letzte Runde nicht weit vor mir die nächste Fahrerin, ich versuchte alles sie noch einzuholen. Dann bei der zweiten steilen Abfahrt war ich an ihr dran, doch sie fuhr so schlecht runter, dass ich zu stark bremsen musste und über den Lenker abstieg. Bis ich mich wieder aufgerappelt hatte, war sie natürlich weg. Ich kämpfte mich nochmals an sie heran und beim letzten steilen Aufstieg war ich wieder dran, hatte aber zu wenig Kraft um sie zu überholen und mich vor sie in die letzte Abfahrt zu drängen.

Da ich wirklich alles gegeben hatte in dieser Runde, war ich so blau, dass ich prompt an einem Stein hängen blieb und aus dem Pedal fiel, das kostet wieder wertvolle Sekunden. Da ich nun nichts mehr ausrichten konnte gegen vorne, wollte ich einfach noch heil ins Ziel kommen.

Ich denke mit dem sechsten Rang habe ich erneut ein gutes Resultat eingefahren. Nächstes Jahr wird hier die WM sein, wer weiss was da noch drin liegt…..

So nun geht es weiter nach Italien, wo am nächsten Samstag der nächste WC stattfinden wird.


22. Juli 2010

Schweizermeisterschaften und ihre Nachrichten….

auf Ride stand: http://www.ride.ch/site/index.php/schurter-und-suess-sind-die-neuen-cc-schweizermeister.html

auf der Seite von swisscycling: http://www.swisscycling.ch/de/mtb-start/news-mtb/1014.html

http://www.swisscycling.ch/de/mtb-start/news-mtb/1009-schurter-und-suess-neue-mtb-schweizermeister.htmlo

im Sportpanorama: http://videoportal.sf.tv/video?id=95ae712a-6438-4a1f-a620-070b5064b083

Medienmitteilung auf  http://www.racerbikescup.ch/


19. Juli 2010

Nun bin ich Doppelschweizermeisterin!!

Endlich war es soweit, der Tag der Schweizermeisterschaft Crosscountry war angebrochen. Ich war schon ziemlich angespannt und nervös, als ich am Morgen aufgestanden bin. Der Druck war doch enorm, alle erwarteten, dass ich heute gewinnen würde, ich wünschte es mir auch, und doch würde es eine schwierige Aufgabe werden. Da es am Samstag noch geregnet hatte, wusste ich nicht wie die Strecke war, was mich auch nicht gerade sicherer machte.

Ich war bereits um 9 Uhr auf dem Rennplatz, denn da es mein Heimrennen war, hatten wir einen Platz auf dem Renngelände :-). So konnte ich vom unserem Platz aus, das Rennen der Junioren/Masters/U17 verfolgen und stellte fest, dass das Gelände mit jeder Runde mehr abtrocknete, was mich zuversichtlich stimmte.

Langsam trudelten meine ersten Fan’s ein und meine Stimmung hob sich. Ich war zwar immer noch unglaublich nervös, doch freute ich mich immer mehr auch auf das Rennen mit den vielen Fan’s, dich extra für mich angereist waren, ich hatte einen richtigen Fanclub vor Ort. Das motivierte mich noch zusätzlich!!!

Dann endlich wurden wir zum Start aufgerufen, und bereits auf der Startlinie durfte ich die ersten Blumen entgegen nehmen, der Veranstalter ehrten Kathrin Leumann und mich für den Europameistertitel, herzlichen Dank!!

Dann der Startschuss, Leumann führte das Feld gleich an, ich reihte mich etwa in der Mitte, des doch eher kleinen Feldes ein, und beobachtete mal etwas. Die Nervosität war weg, und ich wusste genau wo ich angreifen wollte. Langsam schob ich mich Position um Position nach vorne und war schliesslich am Ende dieses ersten Aufstieges an der Spitze des Feldes und konnte so als erstes in die Abfahrt reinfahren. Das war gut so, konnte ich so das Tempo bestimmen. Die erste Abfahrt ging ich dann auch ziemlich vorsichtig an, wollte ich doch zuerst schauen, wie der Untergrund heute war. Doch alles ging gut und weiter ging es durch die „Schnecke“ am Festzelt vorbei in die Kiesgrube. Ich immer noch an der Spitze des Feldes. Doch dann fast zu Oberst in der Kiesgrube überholte mich Schneitter, ich war ihr wohl etwas zu langsam in der ersten Abfahrt ;-) so ging ich als zweite in die Abfahrt. Diese Abfahrt erwies sich heute aber als wesentlich einfacher als noch am Samstag, trotzdem riskierte ich nicht zu viel hier. Dann bei den beiden Baumstämmen überholte mich Saner, die einfach viel schneller darüber fuhr als ich.

Doch im nächsten kleinen Gegenanstieg, konnte ich mit so viel Schwung hineinfahren, dass ich bereit oben wieder an Saner vorbei fahren konnte. Danach kam der Serpentinenaufstieg. Da war ich bereits wieder am Hinterrad von Schneitter, ich versuchte dann auch zwei-, dreimal an ihr vorbei zu fahren, was mir aber nicht gelang und so entschied ich mich, meine Kraft zu sparen und in einem späteren Moment zu überholen. Saner war nun auch wieder zu uns aufgeschlossen. So fuhren wir zu dritt in die nächste Abfahrt mit den vielen Wurzeln und kamen schliesslich zusammen durchs Ziel. Beim Aufstieg griff ich dann und fuhr an der Spitze und versuchte das Tempo hoch zu halten, damit die beiden nicht angreifen konnten, was mir auch gelang und erneut ging ich als erste in die Abfahrt, diesmal wesentlich schneller, denn es war heute richtig griffig, die Strecke war perfekt heute!! So konnte ich diese Runde als schnellste zurücklegen, aber nur etwa 8 Sekunden vor Schneitter, die heute wirklich stark fuhr, das würde spannend werden. Bei der vierten Runde startet Schneitter nochmals einen Angriff in der Kiesgrube und schloss zu mir auf, doch ich konnte zum Glück noch vor ihr in die Abfahrt und bereits nach der Abfahrt hatte ich wieder etwas 10 Sekunden Vorsprung (sagte man mir nachher), dies merkte ich erst im nächsten Aufstieg, als ich sie nicht mehr direkt am Hinterrad hatte, das motivierte mich zusätzlich zu den vielen Hopp – Rufen an der Strecke, sodass ich nochmals einen Gang zulegte und das Loch zu Schneitter zu vergrössern versuchte. Leider schloss ich bei der nächsten Abfahrt auf eine überrundete Fahrerin auf, an der ich nicht vorbei konnte und vergab so eine grossen Teil meines erarbeitet Vorsprungs wieder :-/ bei der Zieldurchfahrt waren es dann nur gerade 10 Sekunden. Also weiter voll Gas geben!! Die Zuschauer schrien mich den Aufstieg hinauf, dann die Abfahrt, die immer besser ging, durch die „Schnecke“ in die Kiesgrube, hier wieder die vielen Hopp-Rufe – einfach genial!! Dann die Abfahrt, hier investierte ich etwas, nur nicht stürzen! Der nächste Aufstieg in den Serpentinen, ich konnte niemanden sehen hinter mir, die Abfahrt über die Wurzeln, die ich wohl noch nie so schnell fahren konnte wie dieses Jahr – das viele Training auf der Strecke hatte sich gelohnt!! Die Zieldurchfahrt, jetzt hatte ich knapp 30 Sekunden Vorsprung! Noch zwei Runden!! Ich fuhr weiter, es lief gut, obwohl die Beine schon mal jammerten, weil ich ihnen so viel abverlangte, doch ich wollte gewinnen, dies war heute mein Rennen, bei mir zu Hause, mit den vielen Fan’s…… mit diesen Gedanken im Kopf kämpfte ich weiter. Auf die letzte Runde ging ich schliesslich mit einem Vorsprung von 45 Sekunden, ein gutes Polster, doch das Rennen ist erst auf der Zielgerade fertig, ich wusste ich durfte nicht bummeln und musste mich nochmals voll konzentrieren, mir keinen Fehler erlauben! Als ich schliesslich in den Wurzeltrail ging, wusste ich, ich kann es schaffen, wenn ich die Abfahrt noch heil runterbrachte. Doch ich dachte mir, nicht zu vorsichtig fahren sondern mach es so wie die letzten sechs Mal, dann kommt es gut und wirklich ohne Schwierigkeiten kam ich schliesslich auf die Zielgerade. Das war ein unglaubliches Gefühl, ich konnte es kaum fassen, ich hatte es tatsächlich geschafft, ich bin CROSSCOUNTRYSCHWEITERMEISTERIN!!!

Nach der Siegerehrung, erreichte ich nach vielen Zwischenstopps unseren Standplatz, wo angestossen und gefeiert wurde! Nach dem Motto geteilte Freude ist doppelte Freude!!

So nun möchte ich mich noch bei all den vielen Fan’s bedanken, die extra wegen mir nach Gränichen gekommen sind, ich habe mich wirklich riesig gefreut und es hat mich zusätzlich motiviert alles zu geben und den Titel zu holen. Ganz speziell der RMB Niederrohrdorf, das war eine riesen Überraschung euch hier zu sehen! Dann natürlich die Verwandtschaft aus dem Emmental, die zum ersten Mal an einem Rennen dabei waren! Und natürlich all meinen Bikekollegen mit Familie und alle anderen , die ich vergessen habe. Ich konnte leider nicht mit allen reden und mich persönlich bedanken, doch es war einfach so viel los nach dem Rennen!!

Auch ein Dankeschön an meinen Sponsor Wheeler/ Intercycle, die mich mit top Material ausrüsten und Erich, der mein Material so gut wartet und mich immer und überall unterstütz und dann natürlich Fabienne und Markus, die immer da sind wenn Not an Mann/Frau ist!!

Ein Dankeschön auch an die RCG’ler die in unglaublicher Arbeit, einmal mehr eine Top Strecke gebaut hatten und ein tolles Fest auf die Beine gestellt haben!! DANKE!!

So nun wünsche ich allen einen guten Start in die neue Woche! Eure Esther

Bild des Tages: "Sogar meine Bidons habe ich schön in den Korb gestellt!! ;-)"

Bild des Tages: "Sogar meine Bidons habe ich schön in den Korb gestellt!! ;-)"


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