11. Juli 2010

Mein rückblick mit einem lachenden und einem weinenden auge…

Bild von A. KüstenbrückJetzt ist es schon vorbei und ich bin bereits wieder zu Hause. Das war eine erlebnisreiche Woche mit vielen Hochs und auch einigen Tiefs im Schweizerteam. Wir konnten 5 Gold-, 2 Silber- und 1 Bronzemedaille gewinnen, somit waren wir die erfolgreichste Nation.

Leider lief es nicht allen so gut und es gab auch die eine oder andere Enttäuschung.

Meine EM:

Am Montag reiste ich nach Haifa, die Reise war recht anstrengend und lang, bereits am morgen früh mussten wir am Flughafen in Kloten einchecken. Um die Mittagszeit landeten wir schliesslich in Tel Aviv, wo wir von Thomas empfangen wurden. Doch dann hiess es schon zum ersten Mal Geduld haben, bis endlich der kleine Lastwagen kam, der unser Gepäck nach Haifa bringen sollte. Als unser Gepäck dann verladen war, fuhren wir mit Thomas schon mal vor. Nach etwa eineinhalb Stunden kamen wir schliesslich in Haifa bei unserer Unterkunft an.

Ich teilte mein Zimmer mit Nathi, Katrin und Vivienne, doch einräumen konnte ich noch nicht, da das Gepäck noch auf sich warten liess, auch aufs Bike konnte ich nicht. Schliesslich gab es Nachtessen und dann einen gemütlichen Abend mit den Anderen.

Schliesslich kam um 22 Uhr auch noch das Gepäck, doch ich packte nur noch das nötigste aus, denn ich war zu müde und legte mich lieber schlafen.

Am Dienstag ging ich dann mit Kathrin auf die Strecke, auf den ersten Anblick war sie nicht schwierig zu fahren, es gab einige knifflige Stellen, doch mit etwas Übung sollten die zu meistern sein. Ich war guten Mutes. Nach einer weiteren Runde entschied ich mich noch zwei Runden nach dem Teamrelay zu fahren, damit ich am Mittwoch nur eine Runde machen konnte (Ruhetag!). Doch da passierte es, als ich die Runde schon bald geschafft hatte, stürzte ich so unglücklich, dass ich mir beide Ellenbogen aufschlug, das Blut lief nur so runter. Ich fuhr die Runde zwar noch fertig, doch eine zweite konnte ich nicht mehr fahren, die Schmerzen waren zu gross. So ging ich zurück in die Unterkunft wo ich verarztet wurde.

Am Mittwoch ging ich am Morgen mit Beat auf die Strecken, ich fühlte mich recht unsicher und in der ersten Runde wollte auch nichts klappen, am liebsten hätte ich mein Bike hingeschmissen und hätte mich irgendwo verkrochen. Beat sprach mir Mut zu und meinte es kommt schon gut. Und wirklich die zweite Runde ging dann schon viel besser.

Am Donnerstag machte ich nochmals zwei Runden mit Beat und es ging richtig gut. Doch ich war immer noch ziemlich verunsichert, vor allem hatte ich das Gefühl, ich wäre zu langsam auf dieser Strecke!!! Nach der Besichtigung schaute ich mir das Rennen der U23 Frauen an und ich freute mich unglaublich über die Medaille von Kathrin. Dies gab mir dann wieder etwas Motivation!!

Am Freitag schliesslich war unser Rennen, ich war schon ziemlich nervös, war aber auch froh, dass es endlich losging!!

Ich startete aus der zweiten Reihe und der Start gelang mir ganz gut und ich konnte schliesslich als etwas sechste in den ersten Singletrail reinfahren. In meiner Gruppe waren auch noch Spitz, Lechner, Osl, Leumann und Schneitter. Irgendwann während der zweiten Runde schloss schliesslich noch die Polin WLOSZCZOWSKA zu uns auf und so fuhren wir dann weiter, immer mal wieder wechselte die Führung und es war ein wirklich spannendes Rennen. Vor allem merkte ich schon bald, dass ich sehr wohl mithalten konnte und sie gar nicht schneller fahren konnten!!Doch dann in der vierten Runde konnte ich Leumann, Lechner und Wloszczowska nicht mehr folgen und musste meinen Rhythmus fahren. Ich kämpfte aber weiter und war eigentlich noch guten Mutes und hoffte, dass ich vielleicht in letzten Runde noch aufschliessen konnte, doch leider ging das nicht mehr, im Gegenteil, Spitz kam von hinten und ich konnte ihr nicht kontern, sondern musste sie vorbeiziehen lassen  das tat weh, doch nichts zu machen!! Ich versuchte nicht zu langsam zu werden, denn irgendwann konnte ich aus den Augenwinkeln sehen, dass Byberg von hinten angerauscht kam, ich wollte aber auf keinen Fall noch einen Rang nach hinten fallen und gab einfach alles.

Auf dem letzten Kilometer schliesslich konnte ich Leumann nochmals sehen und ich dachte wenn schon nicht ich, dann soll sie gewinnen!! Ich rief: „Hopp Kathrin!!“

Als ich schliesslich mit 53 Sekunden Verspätung auf die Europameisterin völlig erschöpft ins Ziel kam, wollte ich nur noch wissen, ob es Leumann gereicht hatte. Sie hatte es geschafft, sie gewann die Goldmedaille!! Ich freute mich für sie!!

Ich schaute mir dann noch die Siegerehrung an und jubelte ihr zu!! Doch dann musste ich gehen, denn ich war schon enttäuscht, dass es für mich nicht für eine Medaille gereicht hatte, das tat weh. Das muss ich nun zuerst verarbeiten, bevor ich mich über meinen 5. Rang freuen kann.


10. Juli 2010

endlich unser rennen….

Mit Esther Süss, Nathalie Schneitter und Katrin Leumann sind auf in der ersten Hälfte des Rennens drei Schweizerinnen in der Spitzenformation vertreten. Es gibt immer wieder Attacken, doch bis zur dritten Runde ist das Rennen offen. Dann verschärft Wloszczowska, Süss geht hinterher und auch Lechner kann folgen. Schneitter fällt zurück und auch Olympiasiegerin Sabine Spitz kann dem Tempo nicht folgen. Dagegen schafft es Katrin Leumann die Lücke wieder zu schliessen. Zu Beginn der vierten Runde stürzt Leumann hinter  ihrer Teamkollegin Süss.

 Die Situation verschafft Lechner und Wloszczowska einen Vorteil von 20 Sekunden, doch die Baselerin ist an diesem Tag nicht klein zu kriegen. Sie schliesst erneut die Lücke und gemeinsam geht das Trio in die Schlussrunde. Dann kommt allerdings Sabine Spitz, die inzwischen an Süss vorbei gegangen ist, noch einmal auf. Bis auf 15 Sekunden kommt die Deutsche heran.

 Auf den letzten Kilometern bleibt sie einfach am Hinterrad der Silbermedaillengewinnerin von Peking und lässt es auf einen Sprint auf der 70 Meter kurzen Zielgeraden ankommen.

Hauchdünn schiebt sie sich an der Polin vorbei, am Ende entscheiden zehn Zentimeter über Gold und Silber zugunsten der Schweizerin.

Esther Süss  kommt hinter Sabine Spitz mit 53 Sekunden Rückstand ins Ziel. «Mehr war heute nicht drin. Vor der Saison hätte ich einen fünften Platz sofort unterschrieben, aber nachdem ich Dritte beim Weltcup geworden bin, hat mich das natürlich mit aufs Favoritenpodest gehoben. Ich bin nie in die Situation gekommen, in den technischen Passagen vorne zu sein, so musste ich immer wieder absteigen und die Lücken wieder schliessen. Aber nach meinem Sturz im Training hatte ich auch Respekt. Für meine zweite Cross-Country-EM kann ich aber mit Rang fünf zufrieden sein», erklärt die Marathon-Europameisterin.

Leicht abgeänderter Text vom Ride/Foto vom Ride


haifa zum dritten….

Nach dem Roger Walder gestern bei den Junioren noch die Goldmedalie holte, ging es heute weiter mit den U23 FahrerInnen.

Der Start der U23 Fahrerin war wieder um 9 Uhr, wo Kathrin Stirnemann (meine Trainingspartnerin) und Vivienne Meyer für die Schweiz ins Rennen gingen. Kathrin wurde hervorragende zweite – voll genial, ich  mag es ihr von Herzen gönnen – und Vivienne wurde nach einem guten Rennen 14. HERZLICHE GRATULATION!!

Bei den U23 Herren, war Mathias Flückiger eine Klasse für sich und gewann das Rennen trotz zwei Platten mit einem riesen Vorsprung, als dritter fuhr Patrick Gallati als zweiter Schweizer aufs Podest, grandios!! Auch die anderen Schweizer gaben ihr bestes, auch wenn es nicht bei allen klappen wollte am heutigen Tag!!

Morgen nun sind nun die ElitefahrerInnen am Start. Wir Frauen sind um 9.00Uhr an der Reihe, während die Herren am 11.30Uhr am Start stehen. (Bei euch ist dies eine Stunde früher!!)

Mehr Înfos findet ihr unter: http://www.haifamtb2010.com/


7. Juli 2010

aus Haifa zum zweiten…..

Gestern Nachmittag war dann auch schon das erste Rennen und zwar das Teamrelay, wo wir fullminant starteten und gewannen vor Italien und Techechien. Herzliche Gratulation unseren vier FahrerInnen, Thomas Litscher, Roger Walder, Katrin Leumann und Ralf Näf!!

Nach dem Renne wollte ich nochmals auf die Strecke um sie mir besser einprägen zu können. Leider ging dies etwas in die Hosen und ich hatte einen Sturz und schlug mir beide Ellenbogen auf :-( etwas demoralisiert fuhr ich zurück zur Unterkunft um mich verarzten zu lassen.

Heute sind nun die Juniorinnen und Junioren dran, wobei die Juniorinnen bereits gefahren sind und Linda Indergand gewann und Vania Schumacher vierte wurde und Jolanda Neff das gute Resultat mit einem fünften Rang abrundete. Allen ganz herzliche Gratulation!!

So nun hoffe ich, dass ich mich gut von meinem Sturz erhole und dann am Freitag voll angreifen kann. Also drückt mir die Daumen, damit es klappt!!

Viele sonnige und heisse Grüsse aus Haifa! Eure Esther


6. Juli 2010

aus Haifa….

Nach einer langen Reise sind wir gestern nach 18.00 Uhr endlich bei unserer Unterkunft angekommen.

Die Bikes und das Gepäck ist aber er um 22.00 Uhr eingetroffen.

Heute waren wir dann auf der Strecken, sie ist eher flowig mit einigen kniffligen Passagen. Auch rutschig, da sehr sandig.

Jetzt  sitzen wir am Strand und geniessen das nichts tun, bevor wir dann die Anderen am Team Relay anfeuern möchten.

Also dann sonnige Grüsse aus Haifa. Eure Esther


4. Juli 2010

Racerbikescup Flims

Nach einer arbeitsreichen Woche, versuchte ich mich so gut es ging zu erholen, damit ich heute Samstag wieder fit für den Racerbikescup in Flims an den Start gehen konnte.

Die Strecke war abwechslungsreich und interessant zu fahren. Die Runde hatte einen langen und zum Teil sehr steilen Aufstieg und viele Singletrails.

Der Start war um 13.30 Uhr also voll in der Mittagshitze, zum Glück war doch der meiste Teil im Wald, aber auch ein guter Test für die EM nächsten Freitag in Haifa. (weiterlesen…)


28. Juni 2010

europameisterschaft marathon in Montebelluna…

Sorry, dass ihr den Bericht erst jetzt lesen könnt, doch nach dem Marathon auf dem Bike, folgte der zweite für diesen Tag, die Heimreise, die sich auch als ziemlich anstrengend und vorallem lang herausstellte. Schliesslich kamen wir nach über sieben Stunden Autofahren am Morgen um 1.30Uhr zu Hause an. Und schon wenige Stunden später – 6 Uhr in der Früh – ging der Wecker, denn ich musste heute wieder in der Schule erscheinen!!

Nach drei Wochen im Engadin mit eher kalten Temperaturen sind wir am Freitag nach Montebelluna gefahren. (weiterlesen…)


20. Juni 2010

zeit für den Winterschlaf…

heute Morgen um 7.30 Uhr

Olympiaschanze heute Morgen 7.30 Uhr


19. Juni 2010

aus dem Engadin….

Schon wieder ist ein Woche um, leider zeigte sich diese Woche das Wetter nicht von seiner guten Seite. Es regnete oft und auch die Temperaturen sanken mit jedem Tag weiter. Heute Morgen hatte es auf dem Campingplatz einen Reif. Dafür begrüsste mich die Sonne, als ich aufstand, was die Temperatur auch gleich wieder in die Höhe trieb, d.h. so um 10 Grad wurde es schliesslich.

Nach einem Ruhetag gestern, den wir im Randolins, im Wellnessbereich verbrachten, entschieden wir uns heute schon am Morgen aufs Bike zu gehen, da der Wetterbericht auf den Nachmittag wieder schlechter meldete. (weiterlesen…)


14. Juni 2010

Rennen in Estavayer, eine kleine Weltreise….

Obwohl im Höhentraining, entschied ich mich das Rennen in Estavayer zu fahren,  zwar einer kleinen Weltreise gleich kam. Doch da ich ja auch noch viel im Crosscountry unterwegs bin und fünf Rennen für die Serie brauche musste ich diese Belastung auf mich nehmen.

So fuhr ich am Samstag mit dem Auto von Kathrin (herzlichen Dank!) bis zu Urs nach Igis, wo ich übernachten durfte und am Sonntagmorgen um 6 Uhr fuhren wir los nach Estavayer.

Drei Stunden später trafen wir dort ein und wurden auch schon von Erich, Hansjörg und Cyrill erwartet.

Ich musste dann noch all meine Bidons vorbereiten, doch hatte ich ja auch noch etwas Zeit bis um 12 Uhr der Startschuss fallen würde. (weiterlesen…)


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