Mit der Bronzemedaille um den Hals verlasse ich dieses Mal Montebelluna. Nachdem ich letztes Jahr die EM in Montebelluna gewinnen konnte, reichte es an der WM dieses Mal „nur“ für die Bronzemedaille.
Das Rennen heute war ganz anders als letztes Jahr, und ich konnte die Vorteile des 29er nicht ausnutzen.
Der Start verlief ganz ordentlich, nach dem 6km langen Aufstieg konnte ich als erste in den Singletrail einbiegen und so das Tempo angeben, doch leider wollte unten in der Fläche dann niemand Führungsarbeit leisten und das Tempo fiel total zusammen. So dass schon bald wieder ziemlich viele von hinten aufschliessen konnten. So fuhren wir eher gemütlich weiter, immer wieder hörten wir von Zuschauern und später auch von Betreuern, dass wir auf die Spitze eine Minute Rückstand hätten, zuerst nahmen wir diese Info nicht so ernst, bis die Führungsperson, dann einen Namen bekam – die Schweizerin Arianne Lüthi. Sofort wurde im Feld diskutiert, und alle waren der Ansicht, dass dies nicht möglich sein konnte, ausser wenn sie falsch gefahren wäre. Die Betreuer wurde bei jeder Feedzone nervöser, ich wusste nicht so recht, was machen, war es doch eine Schweizerin, die da voraus fuhr, auch ich machte mir meine Gedanken, denn es war ganz klar, dass es zu einem Protest kommen würde, sollte Lüthi gewinnen.
So fuhren wir das Rennen weiter, immer noch in einer sehr grossen Gruppe, ich versuchte jeweils möglichst weit vorne in die Singletrails einzubiegen, damit ich allfällige Konter mitgehen konnte.
Nach der vierten Feedzone versuchte ich das Tempo etwas zu erhöhen, im Nachhinein würde ich sagen, ich war zu ungeduldig :-( – jedenfalls sprengte es da s Feld zum ersten Mal so richtig und das Tempo wurde hoch gehalten. (weiterlesen …)